Zahnimplantate / Implantologie

LÜCKENLOSE QUALITÄT - KOMPETENZ UND TECHNIK FÜR EINE MODERNE IMPLANTATVERSORGUNG

Jeden Tag vertrauen Patienten auf unser Wissen in der Implantologie – und auf unsere große Erfahrung. Schon mehr als 10.000 Zahnimplantate haben wir erfolgreich in den Kieferknochen eingesetzt. Ob kleine Zahnlücke oder ein zahnloser Kiefer: Jeder fehlende Zahn sollte ersetzt werden. Implantate sind in vielen Fällen die beste Wahl – für die Zahngesundheit und für ein selbstbewusstes Lächeln.

Kompetenz im Team

Unser Mitbegründer Dr. Bernhard Jäger hat als einer der ersten Mannheimer Zahnärzte kleine und große Zahnlücken mit Implantaten versorgt. Auch sein Sohn, Dr. Daniel Jäger, ist Spezialist für Implantologie. Ein Facharzt für Oralchirurgie, Dr. Oliver Bitsch, gehört als Partner ebenfalls zum MED-SMILE-Team. Er ist Spezialist für Knochenaufbau. (Ein gezielter Knochenaufbau ist manchmal notwendig, um den Halt von Implantaten zu gewährleisten.) Hinzu kommen weitere qualifizierte Zahn- und Fachärzte. Jeder ein Experte auf seinem Gebiet – zusammen ein eingespieltes Team.

Zum Vorteil der Patienten

Wer so viel Wissen und Erfahrung bündelt, kann Patienten optimal betreuen. Wir hören Ihnen zu, nehmen jede Sorge ernst und beraten Sie umfassend – immer individuell, immer von Mensch zu Mensch. Gemeinsam finden wir für Sie die bestmögliche Lösung.

  • Gute Praxisorganisation

    “Äußerst gute Praxisorganisation- von Terminvereinbarung, über Terminerinnerung bis Betreuung in Praxis. Sehr kompetenter, sympathischer und einfühlsamer Behandler.”

  • Sehr zufrieden

    “Freundliches, kundenorientiertes Team. Dr Bitsch erläutert geduldig das notwendige Vorgehen und die vorhandenen Alternativen. Behandlungsergebnis hervorragend.“

  • Beste Kinderzahnärztin

    “Ich kenne keine bessere Kinderzahnärztin. Frau Wossidlo nimmt sich viel Zeit und erklärt alles sehr toll. Sehr zu empfehlen!“

  • Kompetente Beratung mit hohem Sympathiefaktor

    “Ich fühle mich bei Frau Finsterer kompetent beraten und erstklassig behandelt. Sie ist eine sehr freundliche und zuvorkommende Ärztin, der man vertrauen kann und bei der man völlig die Angst vor dem “Eingriff” verliert.”

Können und Technik ideal vereint

Die menschliche Qualität und medizinische Kompetenz unserer Ärzte wird komplettiert durch eine exzellente Ausstattung. Es gibt bei MED:SMILE moderne Behandlungszimmer, zwei Operationsräume und ein hauseigenes Meister-Dentallabor. Unsere hochmoderne Technik hat natürlich ein klares Ziel: das Wohl der Patienten. So ermöglicht das digitale, dreidimensionale Röntgen eine sehr präzise 3D-Implantatplanung – genau abgestimmt auf jeden einzelnen Patienten. Das erhöht die Sicherheit und ebnet den Weg für minimalinvasive Eingriffe. Für zusätzliche Sicherheit und Präzision sorgen individuell angefertigte Bohrschablonen. Besonders schonend ist die ultraschallgestützte Operationstechnik, die wir Ihnen ebenfalls bieten können. Kurz gesagt: Beste Voraussetzungen für optimale Implantate.

Wir sind gerne für Sie da und informieren Sie persönlich über die Möglichkeiten, Ihre Zahnlücke zu schließen. Rufen Sie uns einfach an unter 0621 4909330 oder fragen Sie online einen Termin an.

Wissenswerte Informationen zu Implantaten finden Sie auch in den nachfolgenden Ratgeber-Texten und in unseren Videos.

Was sind Zahnimplantate?

In der Zahnmedizin steht der Begriff „Implantat“ für eine künstliche Zahnwurzel, die operativ in den Kieferknochen eingebracht wird. Das gesamte Implantatsystem, besteht aus einer künstlichen Zahnwurzel, einem Verbindungsstück und einem Aufsatz (Krone). Der Aufsatz wird auch als „Suprakonstruktion“ bezeichnet und wird als einziger sichtbarer Bestandteil des künstlichen Zahns an Farbe und Form der umliegenden Zähne angepasst.

medsmile zahnimplantat

Das eigentliche Implantat ist, ebenso wie das Verbindungsstück, zumeist aus Titan gefertigt. Titan ist äußerst stabil, leicht und allgemein gut verträglich. Für Patienten mit einer Metallunverträglichkeit bieten sich Implantate aus Keramik an. Der menschliche Körper reagiert sehr natürlich auf diese Materialien, was zur Folge hat, dass die Substanz des Knochens das Zahnimplantat während der Heilung umschließt und eine enge Verbindung mit ihm eingeht, sich sozusagen „verwächst“.

Im Falle von MED:SMILE werden Implantate von den Weltmarktführern eingesetzt. Diese Zahnimplantate ermöglichen mit hoher Festigkeit, langer Haltbarkeit und einer speziellen Oberflächenstruktur eine beispiellose Einheilung in den Knochen.

In Aufbau, Ästhetik und Funktion kommt der implantatgetragene Zahnersatz dem organischen Zahn sehr nahe und auch das Kaugefühl ist in den meisten Fällen ebenso natürlich.

WAS SIND ZAHNIMPLANTATE? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

Welche Voraussetzungen gibt es?

Grundsätzlich eignen sich Zahnimplantate für jeden Menschen. Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, sind jedoch folgende Grundlagen relevant:

  • Das Kieferwachstum muss abgeschlossen sein.
    (Bei Jungen ca. ab dem achtzehnten, bei Mädchen ca. ab dem sechzehnten Lebensjahr)
  • Der Knochen des betroffenen Kieferabschnittes muss eine gewisse Breite,
    Höhe und Dichte aufweisen. (Bei bestehendem Knochenschwund kann ein Knochenaufbau dabei helfen die nötigen Maße für die anschließende Implantation zu erreichen.)
  • Es sollten keine gravierenden Einschränkungen der Gesundheit des Patienten, wie beispielsweise Bluterkrankungen (Gerinnungsstörungen oder Ähnliche) vorliegen.

Bei MED:SMILE erörtert Ihr Zahnarzt im Vorfeld gemeinsam mit Ihnen ausführlich, ob die vorliegenden Gegebenheiten für das Einbringen von Zahnimplantaten sprechen.

KÖNNEN MEHRERE ZÄHNE ERSETZT WERDEN? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

Vor- und Nachteile

Ein implantatgetragener Zahnersatz bietet zahlreiche Vorteile und sehr wenige Nachteile.

Vorteile

  • Die Verankerung der künstlichen Zahnwurzeln erfolgt direkt im Knochen des Kiefers. Somit wird ein festerer Halt gewährleistet, als es beispielsweise bei herkömmlichen Brücken, Teil- oder Vollprothesen.

    Angrenzende Zähne müssen nicht abgeschliffen oder beschädigt werden (wie bei einer Brücke).

  • Im Falle eines Verlustes der Nachbarzähne sitzt der künstliche Zahn sicher und stabil.
  • Das Gefühl von Implantaten im Mundraum gleicht beinahe dem der eigenen Zähne, und auch optisch sind sie kaum bis gar nicht als solche zu erkennen.
  • Einen positiven Effekt erzielt auch die durch Zahnimplantate bedingte
    natürliche Belastung des Kieferknochens. Dadurch wird das Knochenwachstum stimuliert und der Knochenschwund, der üblicherweise auf einen Zahnverlust folgt, aufgehalten.

Nachteile

  • Die Nachteile einer Implantationsbehandlung bestehen im vermehrten Kosten- und Zeitaufwand. Da sie mit einem chirurgischen Eingriff und einer anschließenden Einheilphase verbunden ist, dauert es länger, bis der Patient seinen Zahnersatz erhält. Außerdem gestaltet sie sich teurer als eine Versorgung mit herkömmlichen Methoden.

VOR- UND NACHTEILE DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

Alternativen

Statt eines implantatgetragenen Zahnersatzes kann der Patient mit Brücken, Teil- oder Vollprothesen versorgt werden.

BRÜCKEN

Brücken stellen eine kostengünstigere und weniger aufwändige Möglichkeit des Zahnersatzes dar. Um Brücken zu befestigen, müssen gesunde Nachbarzähne beschliffen werden, um sie als Brückenpfeiler zu nutzen. Durch das Abschleifen des Zahnschmelzes können sie geschädigt und für zukünftige Problematiken, zum Beispiel Karies am Rand der Überkronung und dessen Folgeschäden, angreifbar gemacht werden. Außerdem kann es passieren, dass diese neue tragende Aufgabe sie überlastet, was wiederum zu einer Lockerung und daraus folgendem vorzeitigen Zahnverlust führen kann.

Für einen sicheren Halt werden stets zwei Pfeilerzähne benötigt. Soll zum Beispiel ein Zahn am Ende einer Zahnreihe ersetzt werden, kann aufgrund des fehlenden zweiten Pfeilers keine dauerhafte Festigkeit des Ersatzes erfolgen. Auch beim Verlust mehrerer nebeneinanderstehender Zähne bietet die Brücke keinen zuverlässigen Halt.

Weitere Nachteile von Brücken:

  • Keine Zahnwurzel
  • Knochenabbau des Kiefers
  • Wird als Zahnersatz erkannt
  • Schlecht erweiterbar

KONVENTIONELLE 3-GLIEDRIGE BRÜCKENVERSORGUNG

Nicht-implantatgetragene Teil- und Vollprothesen

Herkömmliche Prothesen stellen eine kostengünstigere, weniger aufwändige Lösung dar und bedürfen keines operativen Eingriffs. Da bei Teilprothesen mit Klammer-Elementen die Klammern zu sehen sein können, erzielen diese jedoch häufig ein unbefriedigendes kosmetisches Ergebnis. Die tragenden natürlichen Zähne können zudem hierbei geschädigt oder/und überlastet werden.

Für Teilprothesentypen mit Überkronungen, wie zum Beispiel Teleskopprothesen, werden Pfeilerzähne benötigt. Hierzu müssen gesunde Zähne abgeschliffen werden, was die Zahnsubstanz schädigen und Folgeschäden bergen kann.

Im Gegensatz zu implantatgetragenen Prothesen bieten herkömmliche herausnehmbare Vollprothesen nicht immer den sicheren Halt, der für Kaufunktion, Sprechen und Lachen wünschenswert ist. Hierbei kann sich der Ersatz verschieben oder gar herausfallen. Dadurch kann es während dieser alltäglichen Situationen zu Unsicherheiten kommen, was für Betroffene eine gravierende Einschränkung ihrer Lebensqualität bedeuten würde.
Durch simplen schleimhautgetragenen Zahnersatz kann ein bestehender Knochenabbau im Kiefer weiter fortschreiten. Aufgrund der fehlenden Zahnwurzel bleiben auch die für den Knochenerhalt notwendigen Belastungsreize aus.

Falscher Sitz der Prothese kann außerdem zu vermehrtem Druck auf einige Areale des Kieferknochens führen, was den dortigen Knochenabbau zusätzlich verstärkt.

Behandlungsablauf

VORUNTERSUCHUNG

Zu Beginn einer jeden Implantatversorgung führt Ihr Zahnarzt eine umfangreiche Untersuchung durch. Dabei wird der gesamte Mundraum und Kieferknochen genau untersucht. Röntgenaufnahmen des entsprechenden Kieferabschnittes bzw. Panorama-Aufnahmen (fachlich: OPG, Orthopantomographie) des gesamten Kiefers verschaffen einen Überblick über die Verhältnisse von Knochen und Gebiss. Die Aufnahmen spielen während der präzisen Planung und zur Verlaufskontrolle eine große Rolle.

Je nach Beschaffenheit des Mundraums und des Knochens, kann es nötig sein, zusätzliche Verfahren wie die Digitale Volumentomographie (DVT) oder die Computertomographie (CT) hinzuzuziehen, um beispielsweise die exakte Knochenstärke zu eruieren.

Sollte die Untersuchung im betroffenen Abschnitt des Kieferknochens einen Mangel an Höhe oder Breite oder eine verminderte Stabilität seiner Struktur ergeben haben, kann in den meisten Fällen ein Knochenaufbau helfen, damit der Halt der künstlichen Wurzel gewährleistet ist.

  • Mögliche Behandlungen im Knochenaufbau:
  • Sinuslift: Bei zu geringer Knochenhöhe im Bereich des seitlichen Oberkiefers
  • Bone-Spreading: Bei zu geringer Breite jedweden Abschnittes des Kieferknochens
  • Knochenblockmethode: Bei zu schmal oder flach angelegtem Kiefer beziehungsweise vom Knochenschwund betroffenen Bereichen

Beratung & Planung

Nun erfolgt eine individuelle Beratung und Planung. Während dieser werden alle Untersuchungsergebnisse, die persönlichen Voraussetzungen, eventuelle Risiken und mögliche Alternativen besprochen. Bei Bedarf können an dieser Stelle die zuvor bereits erwähnten zusätzlichen bildgebenden Verfahren eingesetzt werden. Durch die dreidimensionale Bildschirmplanung kann die genaue Position des Implantats sowie der umgebenden anatomischen Strukturen, wie zum Beispiel dem Unterkiefernerv, festgestellt werden. In manchen Fällen wird auf dieser Basis eine Bohrschablone gefertigt, die später bei der Operation dabei hilft, die künstliche Wurzel exakt in die festgelegte Stelle einzubringen. Abschließend wird ein für Sie maßgeschneiderter Behandlungsplan erstellt, welcher den zeitlichen Verlauf der Implantat-Behandlung enthält. Hierbei spielen auch Begleiterkrankungen sowie die medizinische Vorgeschichte eine Rolle, die im Rahmen einer ausführlichen zahnärztlichen Anamnese erfasst werden.

Implantation

Unter örtlicher Betäubung erfolgt die Implantation der künstlichen Zahnwurzel. In Ausnahmefällen kann auf eine Analgosedierung (der sogenannte „Dämmerschlaf“) oder eine Vollnarkose zurückgegriffen werden. Zunächst wird das Zahnfleisch durch einen kleinen Schnitt geöffnet. Dort, wo später das Implantat eingebracht werden soll, wird eine in der Größe exakt abgestimmte Bohrung durchgeführt. Nun wird das Implantat eingefügt und auf seinen Sitz überprüft, damit es sich gut im Kiefer verankern und mit dem Knochen verbinden kann. Manchmal wird für das Einbringen von Zahnimplantaten eine Bohrschablone verwendet, die zuvor auf der Basis der bereits erwähnten bildgebenden Untersuchungsverfahren erstellt wurde. Sobald das Implantat sicher eingesetzt worden ist, wird das Zahnfleisch mit Hilfe dünner Fäden wieder geschlossen oder es wird ein Stumpf zu seiner Ausformung kreiert. Letzteres wird als „offene“ Einheilung bezeichnet.

BEHANDLUNGSABLAUF DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

IST EINE IMPLANTATION SCHMERZHAFT? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

 

Einheilungsphase

Bevor dem Zahnimplantat nun das Verbindungsstück und der endgültige Aufsatz hinzugefügt werden kann, ist eine Einheilphase nötig. Diese nimmt im Bereich des Unterkiefers zwei bis drei, in dem des Oberkiefers vier bis sechs Monate in Anspruch und stellt die Entstehung einer innigen Verbindung von Knochensubstanz und Implantatoberfläche sicher.

Während dieser Zeit ermöglicht für gewöhnlich ein provisorischer Zahnersatz das Kauen und Essen und sorgt für den kosmetischen Schluss der Lücke. In Abhängigkeit von den Gegebenheiten des Behandlungsplans kann dieser beispielsweise aus simplen Klammerprothesen und behelfsmäßigen Kronen bzw. Brücken bestehen.

Feste Zähne an einem Tag

In Einzelfällen kann die Einheilungsphase ausgesetzt werden („Feste Zähne an einem Tag“). Nachdem das Implantat operativ eingebracht wurde, wird hier zeitgleich oder innerhalb kürzester Zeit der Aufsatz angebracht. An diese sogenannte Sofortversorgung beziehungsweise -belastung sind allerdings besondere Bedingungen, wie zum Beispiel das Vorliegen eines entzündungsfreien Behandlungsgebiets sowie eine ausreichende Menge Zahnfleisch und Kieferknochen, gebunden. Dadurch ist sie nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Vorteile dieser Methode bestehen in der verkürzten Behandlungsdauer, dem Ausbleiben einer zweiten Operation sowie einer geringeren chirurgischen Verletzung.

Zielgruppe dieses Konzeptes sind Patienten auf der Suche nach einem Vollzahnersatz. Um dem Versprechen eines neuen Gebisses innerhalb von 24 Stunden nachzukommen, bedient sich diese Methode der Implantologie bestimmter Techniken. Eine davon ist das Einbringen der Schraubimplantate in einem Winkel von bis zu 45 Grad, was eine wesentlich bessere Nutzung des Kieferknochens erlaubt. Dies ist auch auf Grund der älteren Zielgruppe wichtig, da hier häufig schon ein deutlicher Schwund der Kieferknochensubstanz vorliegt. Mit dem „Feste Zähne an einem Tag-Konzept“ kann langwieriger Knochenaufbau im Vorfeld der Behandlung mitunter vermieden werden.

Eine weitere Technik des „Feste Zähne an einem Tag-Konzepts“ ist die Verwendung von größeren Brücken, welche auf den einzelnen Implantaten ruhen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der notwendigen Bohrungen auf vier bis sechs Eingriffe je Kiefer. Auf die darin verankerten Schraubimplantate wird direkt im Anschluss die Suprakonstruktion gesetzt, eine Einheilungsphase mit Provisorium ist nicht vorgesehen.

Vorteile ergeben sich bei dieser Methode des Vollzahnersatzes vor allem für Patienten, welche die Anzahl der zahnärztlichen Besuche und Eingriffe möglichst geringhalten möchten. Gerade bei Angstpatienten und dem Einsatz von Vollnarkose spielt das oft eine große Rolle. Auch finanziell kann das „Feste Zähne an einem Tag-Konzept“ für Patienten von Vorteil sein. Mit 8.000 bis 15.000 EUR ist der Preis für eine einzelne Behandlung zwar sehr hoch, im Vergleich zu einem Vollzahnersatz mit Knochenaufbau, Einzelimplantaten und Einheilungsphase lassen sich damit jedoch bis zu 30 Prozent an Gesamtkosten einsparen.

Auch wenn das Konzept „Feste Zähne an einem Tag“ Vorteile bietet, sollte es wirklich nur in Einzelfällen angewandt werden. Beim Einsatz weniger Implantate kommt es in der Regel nicht in Frage. Die Risiken und die möglichen auftretenden Komplikationen sind hierbei zu hoch.

FESTE ZÄHNE AN EINEM TAG DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

 

Krone, Aufsatz des Zahnersatzes

Um im Regelfall nun das Verbindungsstück und den endgültigen Zahnersatz, die sogenannte Suprakonstruktion, aufzusetzen, ist es in Folge einer geschlossenen Einheilung nötig, das zusammengenähte Zahnfleisch wieder zu trennen und das Implantat freizulegen. Dies ist nach einer offenen Einheilung nicht notwendig. Vom betroffenen Kieferabschnitt und dem ihm gegenüberliegenden Bereich im Gegenkiefer wird nun ein Abdruck genommen, auf dessen Basis in einem Dentallabor der finale Zahnersatz gefertigt wird, der entweder die Form einer Krone, einer Brücke oder einer Prothese annimmt. Sobald dieser fertiggestellt ist, wird er von Ihrem Zahnarzt auf dem Implantat befestigt. Dies erfolgt entweder mit einem speziellen Befestigungszement oder durch Aufschrauben.

Nachbehandlung

In den ersten Tagen nach der Implantation können Schwellungen und andere Beschwerden im betroffenen Bereich auftreten. Nicht nur der operative Eingriff ist für den Behandlungserfolg von großer Bedeutung. Eine intensive, sorgfältige Nachsorge ist ebenso wichtig. Generell ist es ratsam, nach dem Eingriff größere Hitze und körperliche Anstrengung zu vermeiden, die betroffene Stelle zu kühlen, um die Schwellung zu minimieren und das entsprechende Areal des Kiefers vorerst nicht zu belasten, weder beim Essen noch bei der Zahnpflege. Trinken Sie außerdem vorerst weder Kaffee, noch Alkohol oder schwarzen Tee und rauchen Sie nicht.

Die Verankerung der Prothese mit dem Kieferknochen sowie das umgebende Gewebe von Zahnfleisch und -bett sollten im Rahmen regelmäßiger Kontrolluntersuchungen eingehend beäugt werden. Durch bakterielle Beläge, sogenannte Plaques, kann es bei implantatgetragenem Zahnersatz wie bei natürlichen Zähnen zu Entzündungen in ihrer direkten Umgebung kommen. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten eine frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Behandlung ebendieser. Um die für das bloße Auge unsichtbare Verbindung von Implantat und Knochen zu überprüfen, kann eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Es ist außerdem hilfreich in zyklischen Abständen professionelle Zahnreinigungen durchführen zu lassen. Die intensive Reinigung löst bakterielle Beläge von der Oberfläche des Zahnersatzes sowie in den Zahnzwischenräumen.

Die Langlebigkeit von Zahnimplantaten hängt von verschiedenen Faktoren ab. Relevant sind beispielsweise die subjektiven Voraussetzungen und die professionelle Behandlung sowie die Nachsorge und die persönliche Mundhygiene des Patienten. Implantatträger erhalten von uns zu diesem Zweck ausführliche, auf ihren Zahnersatz abgestimmte Pflegehinweise. Mit Hilfe regelmäßiger Kontrollen und gewissenhafter Pflege, kann ein Implantat ein Leben lang halten.

NACH DER BEHANDLUNG DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

Mini-Implantate

Als Mini-Implantate werden Zahnimplantate bezeichnet, bei denen Implantat und Aufsatz aus einem einzigen Stück gefertigt wurden. Sie haben einen geringen Durchmesser von 1,8 bis etwa 2,6 Millimetern. Des Weiteren existieren zweiteilige Implantate mit einem Durchmesser von 2,7 bis 3,0 Millimetern. Da sie nicht für jeden Patienten geeignet sind, ist es nötig ihre Einsatzmöglichkeit individuell zu prüfen. In folgenden Fällen können sie Anwendung finden:

Interimsimplantate als provisorische Versorgung (auch: Kurzzeit- oder Zwischenimplantate): Im Gegensatz zu provisorischen Brücken oder Klammerprothesen stellt diese Form eine stabile Übergangslösung bis zur Versorgung mit dem endgültigen Zahnersatz dar.

Stabilisation von Totalprothesen: Bei zahnlosem Kiefer und dem damit einhergehenden Knochenrückgang können kleine Zahnimplantate dabei helfen, eine schlecht sitzende Totalprothese zu festigen. Die schmalen Implantate können leichter, schneller und ohne Einschnitte in das Zahnfleisch eingebracht werden und benötigen üblicherweise keinen vorherigen Knochenaufbau. Außerdem ermöglichen sie eine Sofortversorgung, bei der Implantat und Aufsatz während eines einzigen Termins eingebracht und augenblicklich belastet werden können.
Frontzahnimplantate: Der Bereich der unteren Schneide- und Eckzähne bietet für eine Implantatversorgung nur wenig Platz. Allerdings muss auch hier ein gewisser Mindestabstand zu den benachbarten Zähnen eingehalten werden. Hier können Mini-Implantate aufgrund ihres verminderten Durchmessers die richtige Lösung sein. Sie benötigen nicht nur deutlich weniger Platz als herkömmliche Zahnimplantate, sie erhalten auch das implantatumgebende Weichteilgewebe und erzielen ein ästhetischeres Ergebnis, was bei diesem ins Auge fallenden Bereich der Zähne höchst erstrebenswert ist.

In der Kieferorthopädie: Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung mit Hilfe einer festen Zahnspange ist es manchmal nötig, einzelne Zähne zu verschieben, während die restlichen in ihrer Position verharren sollen, zum Beispiel, wenn ein Engstand der Vorderzähne behoben werden soll, ohne dass sich die Backenzähne verschieben.

Die Versorgung mit kleinen Zahnimplantaten beinhaltet zahlreiche Vorteile. So ist sie zum Beispiel mit einem geringeren Untersuchungs- und Behandlungsaufwand verbunden, was für unsere Patienten eine enorme Kosten- und Zeitersparnis bedeutet. Durch den verminderten Durchmesser gestaltet sich der operative Eingriff außerdem schonender und es ist häufig kein Knochenaufbau nötig. Spezielle Halteelemente ermöglichen des Weiteren den festen Sitz der implantatgetragenen Prothese und ermöglichen zugleich das einfache Herausnehmen, beispielsweise zur Reinigung.

Haben Sie noch weitere Fragen? Rufen Sie uns an! Lassen Sie sich von unseren erfahrenen Implantologen zu einem strahlenden Lächeln mit gesunden, festen Zähnen verhelfen. Weil Lebensqualität kein Luxus ist, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Häufige Fragen: FAQ's

  • Warum kann ein Knochenaufbau nötig sein?

    Für den soliden Halt von Zahnimplantaten wird eine ausreichende Höhe, Breite und Dichte des betroffenen Parts des Kieferknochens benötigt. Ist dies nicht gegeben, weil es zum Beispiel durch längeres Bestehen einer Zahnlücke zum Knochenabbau gekommen ist, hilft der Knochenaufbau dabei, die Voraussetzungen zu schaffen, die für den Halt einer künstlichen Zahnwurzel notwendig sind.

    WARUM KANN EIN KNOCHENAUFBAU NÖTIG SEIN? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

  • Ist eine Implantation schmerzhaft?

    Da der operative Eingriff unter lokaler Betäubung stattfindet, ist dieser in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden. Im Anschluss kann, wie bei jeder Operation, Wundschmerz auftreten. Dieser ist mit gängigen Schmerzmitteln zu behandeln und hält meist nur wenige Tage an. Alternativ kann die Behandlung mit einer Sedierung oder in Vollnarkose durchgeführt werden.

  • Bekomme ich während der Implantation eine Vollnarkose?

    Normalerweise reicht eine örtliche Betäubung für das Einbringen eines Implantats aus. Bei komplizierten oder umfangreichen Eingriffen kann eine Vollnarkose nötig sein. Während der ausgiebigen Beratung wird geklärt, welches Verfahren sinnvoll ist.

  • Sind Zahnimplantate sicht- oder spürbar?

    Da die künstliche Zahnkrone in Form und Farbe an die umliegenden Zähne angepasst wird und der restliche Teil des Implantats unter dem Zahnfleisch verborgen liegt, sind sie optisch nicht von den organischen Zähnen zu unterscheiden. Da sie fest im Kiefer verankert wurden, sind sie ebenso belastbar und sorgen für ein natürliches Kaugefühl.

    SIEHT ODER SPÜRT MAN DEN UNTERSCHIED ZU EINEM "ECHTEN ZAHN“? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

  •  Kann es passieren, dass ein Implantat vom Körper abgestoßen wird?

    Zu den verwendeten Materialien zählen Titan und Keramik. Ersteres ist ein höchst stabiles, leichtes sowie langlebiges und äußerst körperverträgliches Metall. Letzteres ist ebenfalls bekannt für seine hohe Biokompatibilität. Allergien oder Abstoßungsreaktionen auf diese beiden Stoffe sind deshalb äußerst selten.

    KANN EIN IMPLANTAT ABGESTOSSEN WERDEN? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

  • Wie lange dauert die operative Implantation?

    Dies ist abhängig von Faktoren wie der Anzahl der Implantate sowie deren Position im Mund, der Knochenstruktur und weiteren individuellen Gegebenheiten des Patienten. Gerne geben wir Ihnen eine auf Sie zugeschnittene Einschätzung.

  • Wann ist das Implantat im Knochen eingeheilt?

    Die für die Einheilung benötigte Zeit variiert von Patient zu Patient. Grundsätzlich dauert es im Unterkieferbereich circa zwei bis drei Monate. Da der Oberkiefer über eine geringere Knochendichte verfügt, dauert es hier etwa vier bis sechs Monate, bis der implantologische Einsatz fest im Knochen verankert ist.  Es existieren auch schneller einheilende Zahnimplantate, die jedoch nur ein manchen Fällen verwendet werden. Genauere Zeitangaben geben wir Ihnen gerne nach der Aufnahme Ihres umfassenden Befunds.

  •  Können Zahnimplantate auch sofort mit einem Ersatz versorgt werden?

    In der Implantologie gibt es eine Sonderform, die als Sofortversorgung oder -belastung bezeichnet wird. Allerdings ist diese nur in Einzelfällen und unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

  • Was kostet ein Zahnimplantat?

    Leider können wir Ihnen an dieser Stelle keinen konkreten Preis für eine Implantation nennen. Die Kosten für eine oder mehrere künstliche Zahnwurzeln variieren abhängig von Faktoren wie dem Umfang der Operation sowie zuvor angewandten Diagnoseverfahren, der eventuellen Durchführung eines Knochenaufbaus und den verwendeten Materialien. Leider werden sie von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Diese zahlen lediglich eine Kostenbeteiligung für die Regelversorgung. Die Höhe des vom Patienten zu tragenden Eigenanteils ist letztendlich davon abhängig, welche individuelle Behandlung notwendig ist und wie hoch der Zuschuss der Krankenkasse ausfällt. Dies kann unterschiedlich sein, reicht jedoch meist kaum zur Deckung der Kosten. Meist liegt er bei circa fünfzig Prozent der Implantatskosten. Patienten, die über fünf beziehungsweise zehn Jahre regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen bei ihrem Zahnarzt erschienen sind und ordnungsgemäß ihr Bonusheft geführt haben, bekommen eine Zuschusserhöhung von zwanzig beziehungsweise dreißig Prozent.

    WAS KOSTET EIN ZAHNIMPLANTAT? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW

  • WELCHE MÖGLICHKEITEN GIBT ES EINE ZAHNLÜCKE ZU SCHLIESSEN?

    WELCHE MÖGLICHKEITEN GIBT ES EINE ZAHNLÜCKE ZU SCHLIESSEN? DR. DANIEL JÄGER IM INTERVIEW