Diagnostik

Die Inspektion

Zunächst begutachtet Ihr Zahnarzt hier in Mannheim das Zahnfleisch. Zeigt sich dieses gerötet und geschwollen, stellt es bereits einen Hinweis auf eine Parodontitis dar. Es kommt jedoch vor, dass das Zahnfleisch gesund ist, obwohl eine Infektion vorliegt. Unerlässlich ist hier:

Das Sondieren

Eine Sonde ist ein filigranes Instrument mit abgerundetem Ende, welches über eine Millimeterskala verfügt. Mit ihrer Hilfe kann festgestellt werden, ob eine Zahnfleischtasche besteht und falls ja, wie tief diese ist. Dazu wird die Sonde an verschiedenen Stellen zwischen das Zahnfleisch und den Zahn geführt. Besteht eine Tasche, kann ihre Tiefe auf der Skala abgelesen werden. Bei Werten von 3,5mm und mehr verdichtet sich der Verdacht auf eine Parodontitis. Ein möglicher Austritt von Eiter oder Blut aus der sondierten Stelle im Mundraum kann sowohl ein Anzeichen für eine Parodontitis als auch für eine Gingivitis sein.

Zusätzliche Kennwerte (sogenannte Indices)

Folgende Werte können Ihrem Zahnarzt dabei helfen, einen Überblick über den Zustand des Zahnhalteapparates zu bekommen und festzustellen, ob Behandlungsbedarf besteht:

  • Der parodontale Screening-Index (PSI): Die Tiefe der Zahnfleischtasche wird an definierten Punkten gemessen. Daraus ergibt sich ein “Code”, eine Skala von null bis vier. Liegt der Wert bei null, ist das Gewebe gesund, während ein Wert von drei oder vier auf eine leichte beziehungsweise schwere Parodontitis hinweist, bei der Behandlungsbedarf besteht.
  • Der Sulcus-Blutungs-Index (SBI): Ist das Zahnfleisch entzündet, entsteht durch die Berührung mit der Sonde eine leichte Blutung. Der SBI beschreibt die Blutungsneigung des Zahnfleisches und unterteilt sie in sechs Stufen. Des Weiteren beurteilt er Rötung und Schwellung des Zahnfleisches.
  • Der Papillen-Blutungs-Index (PBI): Dieser Wert misst das Vorhandensein einer Blutung im Interdentalpapillen-Bereich (im Zahnzwischenraum befindliches Zahnfleisch) und teilt diese in fünf Stufen (von null bis vier) ein.

Weitere mögliche Untersuchungen:

  • Röntgen: Einzel- oder Übersichtsaufnahmen des Gebisses verschaffen einen Überblick über mögliche Schädigungen des Kieferknochens und zum Teil sogar über die Ausbildung einer oder mehrerer Zahnfleischtaschen.
  • Messung der Zahnbeweglichkeit
  • Mikrobiologischer Test: Bei besonders hartnäckigem Auftreten der Parodontitis wird durch einen mikrobiologischen Test das entzündungsauslösende Bakterium ermittelt, um die Therapie genau auf dieses auszurichten und falls nötig gezielt antibakterielle Wirkstoffe hinzuzuziehen.